Grock

Zato-

GROCK

Grock ist in Berlin.Grock,der grosse Clown.
Zuerst betrritt ein bebrillter Herr im Smoking die Bühne.Es ist ein Geiger,,ein Virtuose,ein Normallvirtuose,ein zivilisierter Mensch,nichts ist aussergewönlich an ihm.Wie er Geige unter das Kinn rückt,den Bogen mit einem zierlichen Schwung hebt und zu spielen beginnt,das ist vorbildlich mittelmässig,unauffällig und selbstverständlich.
Da hebt sich leise die rechte Wandkulisse,und sehr vorsichtig,beschämt,neugierig und mit der bescheidenen Frechheit derjenigen,die hier nichts zu suchen haben,tritt ein sehr auffälliges Lebewesen auf die Bühne im grauen Rock,der überlang uber die weiten Hosen fällt,einem grauen runden Steifhut auf dem Hosen fällt,einen grauen runden Steifhut auf dem Kopf.Die grossen Glotzaugen,die ihrer Form nach sehr dumm sein müssten,aber ganz wiedernatülich verschmitzt sind,taste sorgfaltig die Atmosphere ab.Ein langes,sehr weiches und braves Kinn hängt traurig hernider,resigniert und enttäuscht.Kein Zweifel:dieses merkwürdige Lebewesen ist Grock.
Grock trägt einen grossen Reisekoffer in der Hand.Es ist das Etui einer winzigen Geige.Der brave Herrr im Smoking ist masslos verwundert.Grock fühlt sich schon heimisch.Nein!Wie schön ist das hier!Welch ein netter Herr!Grock wird etwas spielen.Er setzt sich bequem auf die Stuhllehne,die grossen,weichen,gelben Schuhe auf dem Sitz,und er spielt sehr brav,sehr rührend und ¨mit Gefühl¨ auf der winzigen Geige richtige,erwachsene Töne.
Dann soll er den Hernn auf dem Klavier begleiten.Grock geht hinaus,um Toillete zu machen.Er kommmt züruck,im schwarzen,engen Frack,mit jammerlich gekrümmten,gewellten Beinnen in strenge anliegenden,unerbittlichen Hosen,die sich getreu den Formen der Beine anpassen.Und nun beginnt der Kampf gegen das Leben,der harte auftreibende Kampf gegen den Wiederstand alller Dinge auf Erden,die Bosheit und Ungeschicklichkeit der Sachen,die grosteske Unlogik der gewönlichen Zustände.Das Klavier steht zu weit vom Stuhl entfernt:man muss es näher rücken.Die Decke des Flügels ist offen:legt man den Zylinder hin,so rutscht er zu Boden.Die Tasten trifft man nicht richtig:denn man trägt weisse,dicke Handschuhe.Also muss man sie ablegen.Wie sollte ein vernünftiger Mensch selbst darauf kommen?Der grundgescheite Herr in der tadellosen Gewönlichkeit muss einen erst darauf aufmerksamm machen.
Grock legt die Handschuhe ab und rollt sie zusammmen.Jetzt sehen sie aus wie enin Ei!Seht her!In der Erinnerung Grocks taucht ein unerhört amüsantes Bild auf:ein Mann,de mit Eiern jongliert.Ein Joungleur.Jonglieren ist im Augenblick wichtiger als Klavierspielen.So zwingend ist ein weisse Handschuchpaar,das wie ein Ei aussieht,das Grock jonglieren muss.Es dauert längere Zeit.Dann erinnert ihn der Herr an das Klavier.—
Für den Applaus bedankt er sich,er kommt von den Vorhang,verneigt sich und findet nicht mehr den Ausgang.Keiner rührt sich,niemand hilft,niemand zeigt den Ausweg,der Vorhang hat unzählige Falten,je er besteht aus lauter Falten,und eine muss doch der Ausgang sein!?Eine fatale Situation!Nur nicht zeigen,dass man verlegen ist!Immer wieder eine schöne,liebensswürdige Verbeugung!Die Leute sollen nur glauben,dass es aus Dankbarkeit geschieht,aus herzlicher Dankbarkeit.Und während sie noch klatschen,rasch den Vorhang hochgehoben und unten durchgeschlüpft!Gerettet!
Noch einmal erscheint Grock,aber das ist ein anderer Grock ohne Glatze,mit dem traurigen Gesicht voll adeliger Häslichkeit,ein Aristokrat in einer Welt von Grobgeformten,ein Mann von edler Treue und tausendmal verraten,ein ehrlich Strebender und immer Zurückegeworfener,ein Held,ein Erhabener in den Niederungen,ein tausendmal Besiegter,aber ewig ein Sieger.

bebrillt-mit einer Brille,verscmitzt-schlau,pfiffig,zwingend-verpflichtend,nötigend.

Prejšnjič(2.6.2009) sem v časniku Delo opazil članek,ki je zbudil v meni obilo zanimanja.Avstro-Ogrska, srečna domovina,Obletnica malo znanega pisatelja Josepha Rotha (1894-1939).Govori o splošni javnosti manj znanemu umetniku Josephu Rothu.Ravno tam in v slovenski Wikipedii(ali je WIKI zanesljiv vir?) se omeni,da bi naj nosil celo daljne slovenske korenine,torej je še eden¨naš¨pisec.Takih naših je že za en lep kup in ta je še posebno velik.Četudi ga sploh ne poznamo.Pravi skriti adut,verjetno bi bil največji od vseh naših prozaistov.Zaznamovan od časa prelomov,ki je bil kot vsak drug čas usoden(saj je tudi naš,mar ne)in močne judovske prisotnosti v okolju v katerem je živel.
V spominu mi je padel po tekstu odkritem jeseni leta 2006,ko sem v ihti brskanja po lastni preteklosti v bratovi gimnazijski knjigi(Nemško literarno berilo,izdano 1969),iz katere sva včasih brala,jaz polotročaj sem nadziral njegovo neznanje.In prav tam sem odkril ta Grockovski tekst,ki se mi je vtisnil v spomin in se me dotaknil.
Kot da je želel izpovedati tisto,kar sem tisti trenutek čutil v sebi.Ker vem,da Joseph ne bi imel ničesar zoper(in ker še nihče na svetu ni).Vprašanje je res,čemu raje ne objavljam lastnih zgodb,še več,še pogosteje,in to čisto vseh?Ker so prevelike in preveč blizu!

En komentar na : “Grock”

  1. burningbyte pravi:

    http://sl.wikipedia.org/wiki/Joseph_Roth
    Izredno natančen in temeljit opis avtorja in njegovega opusa na dokaj skromni slovenski Wikipedii nam govori,da ga poznavalci močno cenijo,očitno je Roth bil velik mojster svoje dejavnosti.

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